ORSA: Assekuranz ist im Zugzwang

Durch Solvency II wird sich das Risikomanagement bei Versicherungsunternehmen einem Wandel unterziehen müssen und einen deutlich höheren Stellenwert haben, als es nach MaRisk, der Fall ist.

Im September 2013 gab die BaFin bereits sowohl ihre Erwartungen an die Versicherungswirtschaft als auch ein strukturiertes und dialogorientiertes Vorgehen für die Zeit bis Anfang 2016, der eigentlichen Umsetzung von Solvency II, bekannt. Der Zeitraum dazwischen wurde genutzt um Verlautbarungen zu den 15 Themenblöcke der BaFin zu Solvency II zu veröffentlichen und gemeinsam mit der Versicherungsbranche zu diskutieren.

Das Hauptaugenmerk sollen die Versicherer in nächster Zeit auf den Bereich ORSA (Own Risk and Solvency Assessment), also der Risiko- und Solvenzkapitalbeurteilung, einem Kernbestandteil von Solvency II, haben. In der Vorbereitungsphase wird dieser auch als FLAOR (Forward Looking Assessment of Own Risks, zu Deutsch, der “Vorausschauenden Prüfung der unternehmenseigenen Risiken“) bezeichnet.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Reife der Gesellschaften in der Umsetzung der qualitativen Anforderungen der Säule II auf der einen Seite durch MaRisk- Umsetzungen weit fortgeschritten sind, insbesondere aber in der besagten Thematik „ORSA“ großer Nachholbedarf in der Versicherungsbranche besteht. Gerade hier ist die Schnittstelle, an dem Risiko- und Kapitalmanagement, also Säule II und Säule I, miteinander verknüpft werden. Alle Risiken müssen vorausschauend analysiert und anschließend gegengeprüft werden, ob das Unternehmen jederzeit ausreichend Solvenzkapital dafür zur Verfügung hat. So wird das unternehmenseigene Risikoprofil und der daraus resultierende Risikokapitalbedarf kontinuierlich bewertet und analysiert. Das gesetzte Ziel von Solvency II ist dann erreicht.

RFC Professionals hat die Möglichkeit geschaffen, den jeweiligen Umsetzungsstand für Anforderungen der EIOPA bei einer Versicherungsgesellschaft zu ermitteln und Lücken zu identifizieren. Nach Ermittlung des Umsetzungsstandes und einer daraus resultierenden Planung unterstützt RFC Professionals ebenfalls im Hinblick auf die vorausschauende Beurteilung der eigenen Risiken (ORSA). Die hier gewonnen Ergebnisse fließen wiederum in die Unternehmensplanung und -steuerung ein. Im Ergebnis entsteht ein Regelkreis, der das Ziel hat, eine auf das Unternehmen zugeschnittene und risikoorientierte Unternehmenssteuerung als auch eine einwandfreie Abbildung von internen Prozessen zu erreichen, denen eine risikogerechte Kapitalausstattung gegenübersteht.

Gleichzeitig kann der Aufsicht neben den bereits erfüllten regulatorischen Anforderungen mit unserer Hilfe eine Roadmap vorgelegt werden, die die geplante Schließung der bestehenden Lücken und die Einbettung der Risikotragfähigkeitsrechnung in die bestehende Organisation des Risikomanagements aufzeigen.

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Alexander Wolf

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