Überarbeitung der WpHG-Mitarbeiteranzeigeverordnung (WpHGMaAnzV) und der Wertpapierdienstleistungs-Prüfungsverordnung (WpDPV)

Die BaFin hat am 29. Mai 2017 die überarbeiteten Verordnungsentwürfe zur WpHG-Mitarbeiteranzeigeverordnung (WpHGMaAnzV) sowie Wertpapierdienstleistungs-Prüfungsverordnung (WpDPV) zur Konsultation veröffentlicht.

Mit diesen Änderungen werden Anpassungen des WpHG aufgrund des Zweiten Finanzmarktnovellierungsgesetz eingearbeitet. Bis zum 19. Juni 2017 konnten Stellungnahmen bei der BaFin eingereicht werden. Die geänderten Vorgaben der beiden Verordnungen 3. Januar 2018 in Kraft treten.

Wesentliche Anpassungen in der WpHGMaAnzV sind:

Die Modifikation der Anforderungen an die Sachkunde (Kenntnisse und Kompetenzen) von Mitarbeitern der Anlageberatung sowie die Konkretisierung der neuen Anforderungen an die Sachkunde von Mitarbeitern der Finanzportfolioverwaltung und Mitarbeitern, welche Kunden Informationen über Finanzinstrumente, strukturierte Einlagen, Wertpapierdienstleistungen und Wertpapiernebendienstleistungen erteilen.

Die Konkretisierung und Vereinheitlichung der teilweise neuen Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Anlageberatern, Vertriebsmitarbeitern, Finanzportfolioverwaltern und Vertriebsbeauftragten.

Die mindestens einmal jährlich durch die Wertpapierdienstleistungsunternehmen einheitlich durchzuführende Überprüfung der Sachkunde und der praktischen Erfahrung von Anlageberatern, Vertriebsmitarbeitern, Finanzportfolioverwaltern und Vertriebsbeauftragten.

WpDPV: Wesentliche Inhalte der Neufassung der Verordnung über die Prüfung der Wertpapierdienstleistungsunternehmen (§ 89 WpHG)

Die Grundlagen einer Prüfung von Wertpapierdienstleistungsunternehmen ergeben sich mittlerweile nicht mehr nur aus einem nationalen Umsetzungsgesetz bzw. einer nationalen Durchführungsverordnung, sondern auch aus unmittelbar geltenden europäischen Verordnungen, insbesondere aus der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 [Marktmissbrauchsverordnung], der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 [MiFIR] sowie aus den zur Konkretisierung der europäischen Richtlinie 2014/65/EU [MiFID II] erlassenen Delegierten Verordnungen. Aus diesem Grund ist die Wertpapierdienstleistungs-Prüfungsverordnung umfassend zu novellieren.

Das Prüfungsprogramm und die Anforderungen an den Prüfer werden weiter konkretisiert. Zudem werden Vorgaben für die Erstellung des Prüfungsberichts und des Fragebogens aufgezeigt, der eine Zusammenfassung der Prüfungsergebnisse der BaFin enthält. Regelungen zur Einreichung der Unterlagen bei der BaFin und den Aufbewahrungsfristen sind ebenfalls enthalten.

Auswirkungen und der Ansatz von RFC Professionals:

Die überarbeiteten Verordnungen zur Mitarbeiteranzeigeverordnung (WpHGMaAnzV) und die Wertpapierdienstleistungs-Prüfungsverordnung (WpDPV) haben Einfluss auf die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen sowie die internen Prozesse, z.B. hinsichtlich Anpassung der Anforderungen an die Sachkunde von Mitarbeitern sowie deren mindestens jährlich einheitliche Überprüfung und auch das Pflichtprogram an Prüfungen wird durch europäische und nationale Vorgaben komplexer und umfangreicher. Dafür sind bei einem Finanzinstitut im Rahmen einer GAP-Analyse Handlungsfelder zu identifizieren und Lösungen zur Sicherstellung der geänderten gesetzlichen Anforderungen zu erarbeiten.

Die Experten von RFC Professionals begleiten seit vielen Jahren erfolgreich aufsichtliche Veränderungen und hieraus resultierende Anpassungen. Benötigen Sie Unterstützung bei der Implementierung geeigneter Maßnahmen zu Erfüllung der neuen Vorgaben aus der Mitarbeiteranzeigeverordnung (WpHGMaAnzV) und der Wertpapierdienstleistungs-Prüfungsverordnung (WpDPV)? Sprechen Sie uns an!


Oliver Tiebing

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