Umsetzung der European Banking Authority (EBA) Leitlinien zur Offenlegung belasteter und unbelasteter Vermögenswerte

Mit dem Rundschreiben 06/2016 (BA) vom 30.08.2016 setzt die BaFin die EBA Vorgaben um. Das Rundschreiben richtet sich an alle Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute der Gruppe I, II und IIIc in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Leitlinien beinhalten Grundsätze sowie vorgegebene Erhebungsbögen, die eine Offenlegung belasteter und unbelasteter Vermögenswerte unter Miteinbeziehung von Transaktionen mit Zentralbanken ermöglichen. Ziel dieser Leitlinien ist eine Harmonisierung hinsichtlich der Offenlegung belasteter und unbelasteter Vermögenswerte innerhalb der EU. Ergebnis soll eine transparente und vergleichbare Bereitstellung von Informationen sein.

Die weiteren Offenlegungsanforderungen bleiben davon unberührt und die Leitlinie konkretisiert die gem. Artikel 443 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 genannten Sachverhalte.

Entgegen der offiziellen deutschen Übersetzung der „Guidelines on disclosure of encumbered and unencumbered assets“ der EBA streicht die BaFin die sechsmonatige Offenlegungsfrist und legt die Anwendung des Rundschreibens auf den Konsolidierungskreis gem. § 10a KWG fest (abweichend zum CRR-Konsolidierungskreis).

Institute welche über keine belasteten Vermögensgegenstände verfügen, können ihrer Offenlegungspflicht durch nachfolgende sinngemäße Angabe im Bericht nachkommen: „ Es lagen keine belasteten Vermögenswerte vor“.

Mit Veröffentlichung des Rundschreibens 06/2016 (BA) treten die Leitlinien in Kraft.

Möchten Sie gerne überprüfen wie sich die möglichen Änderungen auf Sie auswirken? Die Experten von RFC Professionals unterstützen seit vielen Jahren die Begleitung aufsichtsrechtlicher Entwicklungen und der Bewertung möglicher Auswirkungen hieraus. Sprechen Sie uns an!

Matthias Oßmann

Ihr Ansprechpartner:

Matthias Oßmann

Mail