Erkenntnisse der QIS Studie dienen als Umsetzungsgrundlage der finalen Basel III Standards in der EU

Am 4. Mai 2018 hat die Europäischen Kommission die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) um eine Stellungnahme zu den Auswirkungen der im Dezember 2017 vom Baseler Ausschuss finalisierten Basel III Standards gebeten.

Die Europäische Kommission bittet in ihrer Anfrage darum, alle relevanten Informationen zu den vom Baseler Ausschuss finalisierten Regelungsbereichen zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören insbesondere die für das europäische Bankensystem zu erwartenden Auswirkungen der geänderten Anforderungen für

  • das Kreditrisiko durch den SA-CR und die neuen Regelungen für den IRBA,
  • das operationelle Risiko durch den neuen, die bisherigen Ansätze ersetzenden Standardansatz,
  • das Marktrisiko und
  • das CVA-Risiko.

Zudem sind die Auswirkungen der Ablösung des bisherigen ‚Basel II‘-Floors durch einen aggregierten Output Floor zu betrachten.

Neben Informationen zu den Auswirkungen der einzelnen Bereiche und der zu erwartenden Gesamtwirkung sollen auch mögliche Herausforderungen bei der Umsetzung und Implementierung der neuen Regelungen dargelegt werden. Dabei sollen sowohl die Änderungen hinsichtlich der Kapitalanforderungen mit Änderungen der risikogewichteten Aktiva und der Kapitalquoten als auch die operationellen und administrativen Kosten betrachtet werden.

Die Ergebnisse der Untersuchung und Stellungnahme der EBA werden von der Europäischen Kommission bis spätestens 30.06.2019 erwartet. Sie dienen als Grundlage für die Umsetzung der finalen Basel III Standards in europäisches Recht.

Die für die Analyse und Stellungnahme benötigten Daten werden parallel mit der regulären Q2 – 2018 EBA-BCBS Auswirkungsstudie ergänzend erhoben. Mit der erforderlichen Datenerhebung wurde am 13. August 2018 begonnen. Für die Befüllung ist der Datenbestand per 30.06.2018 maßgeblich. Um sicherzustellen, dass diese Datenerhebung, die eine größere Stichprobe von Instituten abdeckt, proportional zur Größe und Komplexität der einzelnen Institute ist, hat die EBA zwei verschiedene Vorlagen verteilt, die auf den regulären Basel-III-Vorlagen von BCBS und EBA aufbauen und diese erweitern.

Die „vollständige“ Vorlage ist für alle Banken relevant, die an der EBA-BCBS-Überwachung des zweiten Quartals teilnehmen, sowie an die großen Banken (definiert durch Tier-1-Kapital höher als 1,5 Mrd. EUR), die nur an der Erhebung der Daten für die Stellungnahme beteiligt sind.

Die „reduzierte“ Vorlage ist für Banken relevant, die nur an der Erhebung der Daten für die Stellungnahme teilnehmen und mittelgroß oder klein (definiert durch Tier-1-Kapital gleich oder niedriger als 1,5 Mrd. EUR) sind.

Banken, die an der Datenerhebung teilnehmen, sollten nur Vorlagen verwenden, die sie von ihrer zuständigen Behörde erhalten haben. Die im Internet zur Verfügung gestellten Vorlagen dienen daher nur Informationszwecken.

Die Erläuterungen zu den EBA QIS 2018 Vorlagen sind unter nachfolgendem Link zu finden.

Die Vorlagen umfassen im Wesentlichen zusätzliche Informationsanforderungen in den folgenden Bereichen:

  • Kreditrisikoreformen
  • EU Kreditrisiko Standardansatz
  • EU reduzierter Kreditrisikostandardansatz
  • EU Kreditrisiko IRB
  • Verbriefungstransaktionen
  • EU STFs
  • CCR und CVA
  • EU CVA
  • Operationelles Risiko

Die Experten von RFC Professionals begleiten seit vielen Jahren erfolgreich ihre Mandanten im Meldewesen. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Erstellung oder Qualitätssicherung der QIS-Templates. Wir sind für Sie da! Ihre Ansprechpartner erreichen Sie gerne per Mail.

Matthias Oßmann

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Oßmann

Sandra Schmolz

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Schmolz

Dringlichkeit

Umsetzungsaufwand

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