EBA Stresstest 2018

EBA kündigt finalen Zeitplan für den EU-weiten Stresstest 2018 an

Am 30.10.2017 veröffentlicht die EBA den Zeitplan für den EU-weiten Stresstest 2018. Entgegen vorausgehender Informationen während der Konsultationsphase wird die finale Methodologie bereits vor dem Start der Übung zur Verfügung gestellt. Die geplante Veröffentlichung der Ergebnisse wurde von Mitte 2018 auf den 2. November 2018 verschoben. Folgende zeitliche Meilensteine für 2018 wurden genannt:

  • Beginn der Übung – Januar
  • Erste Übermittlung der Ergebnisse an die EBA – Anfang Juni
  • Zweite Übermittlung der Ergebnisse an die EBA – Mitte Juli
  • Übermittlung der finalen Ergebnisse an die EBA – Ende Oktober
  • Veröffentlichung der Ergebnisse durch die EBA – 2.November

Am 07.06.2017 hat die BaFin den Entwurf der Methodologie sowie der Templates zum EU-weiten Stresstest 2018veröffentlicht. Zum ersten Mal werden Rechnungslegungsstandards nach IRFS9 berücksichtigt. Insgesamt sollen mit den 49 teilnehmenden Banken rund 70% des Bankensektors durch die Prüfung abgedeckt werden. Die Industrie hat noch die Möglichkeit auf den Entwurf zu reagieren. Folgende Banken aus Österreich und Deutschlandwerden am Stresstest teilnehmen:

DE: Bayerische Landesbank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, DZ Bank AG, Landesbank Baden-Württemberg, Landesbank Hessen-Thüringen, Norddeutsche Landesbank, NRW.Bank, Volkswagen Financial Services AG

AT: Erste Group Bank AG, Raiffeisen Bank International AG

Analog zum letzten Stresstest wird keine spezielle Mindestkapitalgrenze definiert, gegen welche die Ergebnisse gehalten werden. Die „static balance sheet“ Annahme findet abermals Verwendung. Im Fokus stehen die Auswirkungen auf das Kapital (CET1) sowie aufsichtliche Kapitalquoten (Tier1 Capital Ratio, Total Capital Ratio und Leverage Ratio), welche für jedes projizierte Jahr der Übung berichtet werden müssen. Es wird wieder ein „Baseline“ sowie ein „Adverse“ Szenario geben, in welchen jeweils unterschiedliche makroökonomische Effekte auf Basis der Jahresabschlussdaten 2017 für eine Periode von drei Jahren modelliert werden. Hierfür müssen die Institute ihre GuV sowie Kapitalposition für den gesamten Zeitraum simulieren und auf diese Simulationsrechnungen die Szenarioeffekteanwenden. Hierbei sind jedoch Einschränkungen gegeben, bspw. wird es einen Cap auf das projizierte NII geben. Die Solvenz der Institute steht im Mittelpunkt des Stresstestings. Hierfür werden Kreditrisiko, inklusive Verbriefungen, Marktrisiko, CCR sowie OpRisk, inklusive Verhaltensrisiko gestresst.

Die Jahresabschlussbereitstellung kombiniert mit einer IRFS9-Einführung dürfte die Ressourcen der meisten Institute bereits stark beanspruchen. Neben einer hohen Personalbelastung sind technische Herausforderungen bspw. hinsichtlich Datenqualität aufgrund neu-etablierter Prozesse abzusehen. Die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen fachlichen, organisatorischen sowie technischen Sachverhalten müssen im Vorfeld analysiert und eingeplant werden.

Die Experten von RFC Professionals begleiten seit vielen Jahren erfolgreich aufsichtliche Veränderungen und hieraus resultierende Herausforderungen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung sowie Umsetzung des EBA-Stresstests 2018.

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