BaFin veröffentlicht Konsultations-Rundschreiben zur Festlegung von mit hohem Risiko verbundenen Risikopositionsarten

Die BaFin hat am 10.05.2019 mit der Konsultation 11/2019 einen Entwurf für ein Rundschreiben zur Festlegung von mit hohem Risiko verbundenen Risikopositionsarten gemäß Artikel 128 Abs. 3 CRR veröffentlicht. Es richtet sich an diejenigen Institute und Gruppen, die sich nach der CRR oder nach dem Kreditwesengesetz an die Vorgaben des Artikels 128 CRR halten müssen.

Mit dem Rundschreiben beabsichtigt die BaFin eine vollständige Übernahme der in der EBA Guideline (EBA/GL/2019/01) enthaltenen Regelungen zu den mitzuteilenden wichtigsten Merkmalen und der Behandlung von mit hohem Risiko verbundenen Risikopositionsarten. Die EBA Guideline richtet sich an Finanzinstitute und zuständige Behörden gemäß Artikel 4 der Verordnung EU Nr. 1093/2010 zur Errichtung einer europäischen Aufsichtsbehörde.

In Artikel 128 CRR wurde der EBA bereits ein entsprechendes Mandat zur Definition der Detailregelungen zu mit hohem Risiko verbundenen Risikopositionsarten erteilt. Für die betroffenen Risikopositionen ist gemäß Artikel 128 CRR ein Risikogewicht von 150% vorgesehen. Die Übernahme der Regelungen aus der EBA GL in nationales Recht durch die nationale Aufsicht muss der EBA bis spätestens 01.07.2019 gemeldet werden.

Die Regelungen der EBA Guideline sowie des BaFin Rundschreibens sollen zum 01.07.2019 in Kraft treten. Gemäß dem Rundschreiben sind die in der EBA Guideline definierten Merkmale, der als mit hohem Risiko einzustufenden Risikopositionen, in der Folge in einer festgelegten Form von den Instituten über die BaFin an die EBA zu berichten.

Die neuen Regelungen zum Umgang mit den mit hohem Risiko eingestuften Risikopositionsarten führt zu umfangreichen Herausforderungen und Implikationen bei den Instituten. Aufgrund des festgelegten Risikogewichts von 150% für die beschriebenen Risikopositionen sollten zeitnah Proberechnungen hinsichtlich der Auswirkungen auf das vorzuhaltende Eigenkapital als Basis für mögliche Strategieänderungen und Anpassungen im Portfolio durchgeführt werden. Handlungsbedarf ergibt sich insbesondere für Geschäftsbereiche wie Treasury, Risikomanagement und -controlling, Meldewesen, Prozessorganisation sowie IT- und Datenmanagement.

Sehr gerne diskutieren die Experten von RFC Professionals mit Ihnen die aus den Regelungen des Rundschreibens abzuleitenden Handlungsnotwendigkeiten und unterstützen Sie bei der Analyse und Durchführung von Proberechnungen. Sprechen Sie uns gerne jederzeit dazu an!

Sebastian Kalmbach

Sebastian
Kalmbach

Sandra Schmolz

Sandra
Schmolz

Dringlichkeit

Umsetzungsaufwand

Auswirkungen