Stresstesting im regulatorischen Kontext

Stresstesting hat sich als vielseitiges Risikomessungs- und Steuerungsinstrument etabliert. Die regulatorischen Anforderungen haben sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Neben dem turnusmäßig erfolgenden EBA-Stresstest existieren zahlreiche Anforderungen im Hinblick auf die Ausgestaltung interner Stresstest. Flankiert werden die direkten Anforderungen an das Interne Stresstesting mit Anforderungen, welche formal nicht unter Stresstesting subsumiert werden, deren Ziele und Methoden mit dem Stresstesting assoziiert sind. Hierzu zählt beispielsweise das Recovery und Resolution Planning. Die folgende Grafik gibt einen Überblick über diese Kategorien, unterteilt in methodische, fachliche sowie operative Dimensionen.




Zu beachten ist, dass nicht jedes Regelwerk von jedem Institut erfüllt werden muss; primär kann zwischen nationalen und internationalen Vorgaben unterschieden werden. An international tätige Banken sind die BCBS Papiere gerichtet, wohingegen nationale Vorschriften wie MaRisk, SAG sowie MaSanV von KWG-Instituten (gem.§1 KWG) zu erfüllen sind. Regulatorik im europäischen Kontext adressiert CRR-Institute (gem. Art. 4 CRR), während den EBA Stresstest ein fest-definierter Teilnehmerkreis absolviert.

Wie bereits an dieser verdichteten Übersicht zu erkennen, sind an die Ausgestaltung des Stresstestings eine Vielzahl unterschiedlich gelagerter Anforderungen gestellt. Diese gehen über die fachliche Dimension hinaus – von teilweise detaillierten methodischen Regelungen bis zu Anforderungen hinsichtlich IT-Systemen und Governance. Um eine effiziente und zukunftsgerichtete Stresstesting-Architektur zu ermöglichen, ist es erforderlich, alle Aspekte des Stresstestings gesamtheitlich im Kontext des Risikomanagements zu betrachten. Dies erlaubt risikoarten- sowie funktionsübergreifende Lösungen. Potentiell können hierdurch Synergieeffekte gehoben werden, bspw. durch die Angleichung von Stressmethoden bzw. deren technischer Umsetzung.

Aufgrund der erheblichen Signifikanz des Stresstestings für die Risikosteuerung und folglich der Risikokapitalallokation ist das Stresstesting beliebtes Ziel interner sowie externer Prüfungen. Hierbei werden insbesondere die Fähigkeit von Ad-Hoc Auswertungen aus technischer Perspektive und die Begründung des Setups der Stressparameter aus fachlicher Perspektive hinterfragt.

RFC bietet ihren Kunden das gesamte Leistungsspektrum im Stresstesting von der fachlichen und methodischen Konzeption bis hin zur Implementierung von internen sowie externen Reportinglösungen. Ergänzt wird das Leitungsangebot durch die Unterstützung von Revisionsabteilungen bei der Planung sowie Durchführung von Prüfungen und – spiegelbildlich – durch die Unterstützung von Fachbereichen durch Prüfungssimulationen sowie bei der Analyse, Challenging und Abarbeitung bestehender Moniten.

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Sebastian Kalmbach

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